➜ edit f_032UogmKwzqPAh6iieOmsM

Eine österreichische Wunderglühbirne

Der 1892 in Olmütz geborene Peter Eng gehörte neben Ladislaus Tuszyński und Louis Seel zu den wichtigsten Pionieren des österreichischen Animationsfilms. Nach einer Ausbildung zum akademischen Maler in Wien arbeitete er als Zeitungsillustrator in Deutschland, Schweden und Nordamerika. Spätestens ab 1920 begann Eng mit der Herstellung von Animationsfilmen. In dieser Werbeproduktion für die österreichische Metalldrahtlampe »Ferrowatt« demonstriert Peter Eng seinen kreativen und durchaus humorvollen Umgang mit dem noch jungen Medium. Der in Trickfilmtechnik ausgeführte Streifen veranschaulicht die Widerstandsfähigkeit der nahezu unzerstörbar scheinenden Glühbirne, mit der ein Kind sogar Fußball spielen kann.
Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich 1938 versuchte Peter Eng mit seiner Frau Anna Pölzl, von der Tschechoslowakei aus in die USA zu emigrieren. Als sie vergeblich auf die Auswanderungspapiere warteten, nahmen sich Eng und seine Frau das Leben. Tragischerweise trafen die ersehnten Dokumente dann nach ihrem Tod ein. Die wenigen erhaltenen Filme von Peter Eng finden sich heute im Filmarchiv Austria.

Originaltitel: Zwei Ferrowatt Animations-Werbefilme von Peter Eng
Land: Österreich
Jahr: 1921
Vertonung: Tonfliege
Quelle: 35-mm-Nitropositiv, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2019