Der Wiener Straßenverkehr: Regeln für Autofahrer
Mitte der 1920er-Jahre war das Verkehrsaufkommen in der Wiener Innenstadt derartig hoch, dass die Polizeidirektion beim Kulturfilmproduzenten Karl Köfinger einen Lehrfilm für das korrekte Verhalten im Straßenverkehr beauftragte. »On location« wurden die Handsignale der Wiener Polizei demonstriert. Zunächst kamen händisch bediente Leuchtstäbe zum Einsatz, rot stand für »Halt« und »Grün« für freie Fahrt. Einen deutlichen Fortschritt brachte dann die ab 1926 in Wien eingesetzte Verkehrsampel, die erstmals an der Kreuzung Kärntner Straße / Ring in Betrieb ging. Im Film wird sie als »Signallaterne« bezeichnet und mit Kurbelschalter bedient. Eindrucksvolle Straßenaufnahmen, wie jene vom beträchtlichen Verkehrsaufkommen am Stephansplatz und am Graben oder dem damals generell herrschenden Linksverkehr, machen diesen Film zu einem Zeitdokument des großstädtischen Lebens.