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Ein nationalsozialistischer Eisenbahn-Anschlag in Wels

Im Jahr 1934 verstärkten die illegalen Nationalsozialisten ihren Terror gegen das austrofaschistische Ständestaat-Regime. Zahlreiche Sprengstoffanschläge gipfelten im gewaltsamen »Juliputsch«, bei dem am 25. Juli 1934 Bundeskanzler Engelbert Dollfuß ermordet wurde. Bereits am 10. April 1934 verübten Nationalsozialisten ein Eisenbahn-Attentat auf der Westbahnstrecke in der Nähe von Wels. Durch Entfernen eines Schienenstücks bei der Haltestelle Oftering zwischen Hörsching und Marchtrenk entgleiste ein D-Zug, wobei der 32-jährige Lokomotivheizer Ludwig Ranzenberger getötet und 14 Personen verletzt wurden. Die beiden Täter Franz Josef Scheinecker und Alois Striegl konnten erst zwei Jahre später gefasst werden; sie wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Originaltitel: Verbrecherischer Eisenbahnanschlag bei Wels (Österreich in Bild und Ton 45b/1934)
Land: Österreich
Jahr: 1934
Produktionsfirma: Selenophon Licht- und Tonfilm GmbH
Quelle: 35-mm-Nitropositiv, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2024