Feuerwehreinsatz in Wien
Die 1686 gegründete Wiener Berufsfeuerwehr ist die älteste derartige Organisation der Welt, seit Anbeginn dienten die 1732 nach Plänen von Architekt Anton Ospel neu gestalteten Gebäude am innerstädtischen Standort Am Hof als Zentralfeuerwache. Bereits 1905 wurden die Pferdegespanne durch automobile Löschzüge ersetzt, Anfang der 1930er-Jahre standen 201 motorbetriebene Fahrzeuge im Einsatz. Im Zuge des Februaraufstandes 1934 wurde der Feuerwehroffizier Georg Weissel als Kommandant des sozialdemokratischen Schutzbundes verhaftet und am 15. Februar 1934 hingerichtet. Diese von der austrofaschistischen Ständestaat-Wochenschau ÖSTERREICH IN BILD UND TON 1935 hergestellte Reportage zeigt einen Einsatz in der Wiener Feuerwehrzentrale Am Hof vom Eintreffen des Alarms via Telegrafen bis zum Ausrücken der Fahrzeuge, Originaltöne verstärken den authentischen Eindruck. Auch in der NS-Zeit gab es in den Reihen der Wiener Berufsfeuerwehr Widerstandskämpfer, viele wurden verhaftet, ins KZ Mauthausen verschleppt und ermordet. Heute erinnert eine Gedenktafel an der Feuerwehrzentrale Am Hof an die Opfer des NS-Terrors.
Mit freundlicher Genehmigung von Österreichisches Filmmuseum