Zechmeister
Maria Zechmeister wird 1949 zu lebenslanger Haft wegen Meuchelmordes an ihrem Ehemann verurteilt. Es gibt weder Beweise noch ein Geständnis, dafür wird im Innviertler Dorf viel geredet, vor allem hinterrücks. Die Gerüchte liefern die Grundlage für die gerichtlichen Untersuchungen, der Film wiederum basiert auf den Protokollen der Verhandlung, auf Anträgen, Aussagen und dem, was drei Jahrzehnte später davon übriggeblieben ist. Maria Zechmeister, die nach 17 Jahren Gefängnis vorzeitig entlassen wurde, und fünf Zeugen spielen sich selbst, Schöffen und Gasthausbesucher werden von Personen aus der Gegend verkörpert, die anderen Rollen übernehmen Schauspieler. ZECHMEISTER erzählt in seiner sanften Radikalität vom Abschied und Neubeginn. Als gerade einmal 23-Jährige hat Angela Summereder 1981 mit ihrem Debüt den österreichischen Film aus seinem Dornröschenschlaf aufgerüttelt, wie es bis dahin noch keine andere Regisseurin getan hat.