Alltagsgeschichten im Wiener Frühverkehr
Schon 1966 war es schwierig, mit dem Auto im dichten Wiener Frühverkehr rechtzeitig seinen Arbeitsplatz zu erreichen. In rasanten Schnittfolgen porträtiert der Dokumentarist Freddy V. Iversen die Hektik des morgendlichen Großstadtgetriebes; genervte Autofahrer verenden bei der vergeblichen Parkplatzsuche auf Baustellen und für Fußgänger wird das Überqueren der dicht befahrenen Straßen zur artistischen Herausforderung. Im Stil eines Jaques Tati persifliert Iversen die grotesken Auswüchse der motorisierten Moderne, um dann zur eigentlichen Botschaft seines Films zu kommen: Wien braucht eine U-Bahn! In der Rolle eines überdrehten Moderators brilliert Kurt Sobotka.
Originaltitel: Was geschieht? Geschieht was?
Land: Österreich
Jahr: 1966
Regie und Drehbuch: Freddy Valentin Iversen
Kamera: Herbert Blaschka
Quelle: 35-mm-Positiv, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2026