Im alten Eggenburg
Wie eine visuelle Symphonie mutet dieses liebevolle Filmporträt der alten Waldviertler Stadt Eggenburg an. 1926 präsentiert sich das Zentrum in der Kremserstraße, der Rathausstraße und am Hauptplatz voller Leben, dominantes Verkehrsmittel war offensichtlich das Fahrrad. Im Cafe Kunz herrschte Hochbetrieb, ebenso im Lichtspielhaus. Das freistehende Kinogebäude – ein Frühwerk des späteren Stararchitekten Clemens Holzmeister – wurde 1914 im neoklassizistischen Stil errichtet, ging aber kriegsbedingt erst am 31. Dezember 1917 in Betrieb. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude dient heute als Depot für das Krahuletz-Museum. Das 1900 von Eggenburger Bürgern gegründete und 1902 eröffnete Museum beherbergt die überregional bedeutende Sammlung des Geologen und Heimatforschers Johann Krahuletz, der in diesem Film auch kurz zu sehen ist.