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Die »Lobau-Indianer«

Seit den 1920er-Jahren ist die Wiener Lobau ein bevorzugtes Refugium zivilisationskritischer Großstadtmenschen, die hier auch die Tradition der Freikörperkultur etablierten. Nach dem Zweiten Weltkrieg knüpften die selbst ernannten »Lobau-Indianer« an die schon in der Zwischenkriegszeit erprobten antibürgerlichen Lebensformen an und schufen spielerische Stammesriten, die mitunter von indigenen Lebensweisen inspiriert waren. Die Gruppen verbrachten die Sommer in Lagern im Auwald, trugen teilweise Federschmuck und frönten einer unkonventionellen Lebensweise im Einklang mit der Natur. Dieses Amateurfilmdokument gibt einen Einblick in das romantische Aussteigerleben in der Lobau in den 1950er-Jahren.

Online Verfügbar bis: 1.1.2030
Originaltitel: Lobau 1949-1959
Land: Österreich
Jahr: 1956
Amateurfilm: Helga und Ing. Jochen Maiwald
Ton: Envato
Quelle: 8-mm-Positiv, Sammlung Filmarchiv Austria 
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2026