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Die Passionsspiele im Tiroler Thiersee

Erste Passionsspiele sind im Tiroler Thiersee schon ab 1695 nachgewiesen. 1799 gelobte die örtliche Bevölkerung, regelmäßig die Leidensgeschichte Jesu darzustellen, um die drohenden Gefahren der napoleonischen Truppen abzuwenden und von Kriegen und Not verschont zu bleiben. Seit damals werden die von Laien interpretierten Passionsspiele öffentlich aufgeführt. 1926 wurde das heute noch bestehende neue Passionsspielhaus errichtet. Diese Filmdokumentation entstand vermutlich anlässlich der Passionsspiele 1936. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich kam es zum vorläufigen Ende der Traditionsveranstaltung; christlich-religiöse Bräuche passten nicht in das ideologische Weltbild des Regimes. Erst zehn Jahre nach Kriegsende wurden in Thiersee 1955 wieder Passionsspiele veranstaltet.

Originaltitel: Passionsspiele in Thiersee
Land: Österreich
Jahr: 1938
Regie, Kamera: Dr. Adolf Ehn
Musik: Prof. Dr. Bernhard Paumgartner
Mit: Josef Kaindl (Christus), Kathi Suffinger (Maria), die Passionsspielgemeinde Thiersee, Mozarteum - Orchester, gemischter Chor
Produktionsfirma: ÖVW - Österreichische Verkehrswerbung
Quelle: 35-mm-Nitropositiv, Sammlung Filmarchiv Austria
Restaurierte Fassung: Filmarchiv Austria © 2026