Hochwasser-Katastrophe
Nachdem es in Österreich schon 1965 zu schweren Überschwemmungen gekommen war, ging 1966 als Jahr der Hochwasserkatastrophen in die Geschichte ein. Nach einer ersten Überflutungswelle im August, die vor allem Kärnten getroffen hatte, führten ergiebige Regenfälle zwischen dem 3. und 5. November in Verbindung mit einem Föhnsturm zu einer neuerlichen Eskalation. Der Schwerpunkt der Unwetter lag in Osttirol sowie im Kärntner Gail- und Lesachtal. Die Flut schwemmte ganze Häuser und Höfe weg, einige Siedlungen wurden unbewohnbar. Insgesamt fanden allein beim Novemberunwetter 22 Menschen den Tod. Dieses zu den schwersten Naturkatastrophen des 20. Jahrhunderts zählende Hochwasser blieb auch politisch nicht ohne Folgen und führte 1966 zur Gründung des Katastrophenfonds.