In Dschibuti dient der ehemalige Unteroffizier Galoup in der Fremdenlegion. Eine Welt geprägt von Ritualen und Disziplin. Sein geordnetes Leben gerät ins Wanken, als der junge Soldat Sentain in die Einheit kommt und ihn zugleich irritiert wie fasziniert. Galoup beobachtet ihn mit wachsender Fixierung, die sich in Eifersucht, Misstrauen und schließlich in destruktive Entscheidungen verwandelt. Denis adaptiert Motive aus Melvilles Billy Budd und übersetzt sie in ein körperliches, rhythmisches Kino, das von Landschaft und Choreografie geprägt ist. In Blicken, Bewegungen und Gesten verdichtet sich ein Konflikt, der körperlich spürbar wird. Die Wüste, das Licht und die strengen Abläufe der Legion formen einen Raum, in dem innere Kämpfe nach außen dringen und die Ordnung der Gruppe ins Schwanken bringen.
(Otto Römisch)
Sa 11.4.: Mit einer Einführung von Otto Römisch