Kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs befinden sich zwei Soldaten in russischer Gefangenschaft: Richard erzählt Karl alles über seine Frau Anna, die in dessen Fantasie zu einer Art heimlicher Geliebten wird. Durch Zufall gelingt ihm der Ausbruch und die Rückkehr nach Deutschland, wo ihn Anna tatsächlich bei sich aufnimmt. Als der wahre Ehemann zurückkehrt, gerät das fragile Gleichgewicht der Figuren ins Wanken … Das intensive Kammerspiel über Täuschung und Liebe verbindet historische Kulissen mit existenziellen
Fragen. Mit seiner ruhigen, konzentrierten Erzählweise gehört Rainer Simons Film zu den künstlerisch ambitioniertesten Produktionen der späten DEFA und erhält auf der Berlinale den Goldenen Bären.
(Florian Widegger)
Regie: Rainer Simon
Land: DDR
Jahr: 1985
Buch: Rainer Simon
Kamera: Roland Dressel
Musik: Reiner Bredemeyer
Mit: Kathrin Waligura, Joachim Lätsch, Peter Zimmermann, Katrin Knappe, Christine Schorn, Siegfried Höchst
Format: DCP, Farbe
Fassung: Deutsche Originalfassung
Länge: 98 min
Im Rahmen von:
Retrospektive: Im Osten viel Neues.
Mo, 18. Mai
19:00
Metro Kinokulturhaus
Kinosalon
Mi, 27. Mai
18:00
Metro Kinokulturhaus
Eric Pleskow Saal