Mit diesem Revue-Melodram gelingen Robert van Ackeren, einem der Vergessenen des Neuen Deutschen Films, ein Überraschungserfolg und der Ernst-Lubitsch-Preis für die beste Filmkomödie des Jahres. Tänzerin Harlis, die mit ihrer Freundin Pera zusammenlebt, verliebt sich in den schönen Raymond. Es folgen Eifersuchtsausbrüche und dramatische Gesten – bis die drei, die jeweils nicht voneinander lassen können, lernen, miteinander zu leben. Was zunächst nach trivialer Dreiecksgeschichte klingt, entfaltet sich als bewusst artifizielles Spiel mit den Formen des Melodrams. Van Ackeren setzt auf große Gesten, stilisierte Bilder und eine Lust am Übermaß. Statt Ironie auf Distanz entsteht ein Kino, das Klischees und Gefühle stilsicher und zugleich spielerisch auslotet.
(Florian Widegger)
Mit einer Video-Einführung von Elisa Jochum und Julia Wallmüller (Deutsche Kinemathek)