Im Frühjahr 1945 schmuggelt ein polnischer Häftling einen kleinen Jungen im Koffer ins KZ Buchenwald. Zwei Mithäftlinge verstecken das Kind in der Effektenkammer – und bringen damit nicht nur sich selbst, sondern auch die geheime Widerstandsgruppe in höchste Gefahr. Immer wieder stehen die Häftlinge vor der schmerzlichen Frage, ob für das Leben des Kindes Hunderte andere riskiert werden dürfen. Frank Beyers Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Bruno Apitz, der selbst acht Jahre in Buchenwald überlebt hat. Beyer verzichtet bewusst auf naturalistische Darstellung der Greuel und setzt auf indirektes Erzählen – für ihn stets die wirkungsvollere Methode. Armin Mueller-Stahls Figur verkörpert eine leise, aus Verantwortung entstehende Form von Widerstand.
(Florian Widegger/Redaktion)