In seinem Spielfilmdebüt begnügt sich Brooks nicht mit einem Genre, sondern arbeitet sich am gesamten Broadway-Mythos ab. Der Film übernimmt die Mechanismen eines Backstage-Musicals und kippt sie ins Absurde. Zero Mostel als flamboyant schmieriger Produzent und Gene Wilder als sein unbeabsichtigt erfinderischer Buchhalter, die ein garantiert gewinnbringendes Desaster auf die Bühne bringen wollen, nur um festzustellen, dass das Publikum manchmal anders reagiert, als die Logik es vorsieht. So entsteht eine Satire, die nicht nur das Showbusiness entlarvt, sondern auch zeigt, wie dünn die Linie zwischen Erfolg und Scheitern ist. Brooks legt die Eitelkeiten, Ängste und Absurditäten des Theaterbetriebs frei und gibt dem Broadway gerade dadurch eine neue, komisch schillernde Kontur.
(Otto Römisch)
Di 16.6.: Mit einer Einführung von Otto Römisch