Brütende Augustsommerhitze liegt über der Prärie. Dort, wo einst die (Fleisch-)Industrie blühte, ist heute Brachland. Kein guter Ort, um Halt zu machen. Sally und ihre Freunde tun es dennoch – und geraten an eine ehemalige Metzgerfamilie, die in der Krise neue Betätigungsfelder gefunden hat … Horror im Heartland: Bereits der Vorspann verstört mit aufblitzenden Schockbildern und morbider Soundcollage – ein Gefühl, das man während des ganzen Films nicht mehr loswird. Obwohl kaum ein Tropfen Blut zu sehen ist, gilt Tobe Hoopers rohes, fast dokumentarisch anmutendes Debüt lang als Synonym für Splatter und als rotes Tuch für Jugendschützer und Moralapostel. Inzwischen rehabilitiert, kann es als der Meilenstein, der das Genrekino in den 1970ern revolutioniert hat, genossen werden.
(Florian Widegger)