Österreichische Politik ist meist nur in Form von Dokumentarfilmen explizit Thema im österreichischen Kino. Nun hat Harald Sicheritz einer der prägendsten Figuren der Zweiten Republik ein erstes Biopic gewidmet. Wie dem Titel zu entnehmen ist, richtet der Film seinen Fokus allerdings auf die frühen Jahre des späteren Bundeskanzlers und erzählt in opulenten Bildern davon, wie der Sohn aus gutbürgerlichem Haus sich in den 1920er-Jahren in der sozialistischen Arbeiterjugend bewährt und dabei aus seinem näheren Umfeld Skepsis und Widerstand erfährt. Inmitten einer sich zunehmend radikalisierenden Gesellschaft setzen er und seine Genoss:innen mit ihren Aktionen auch ihr Leben aufs Spiel. Eine bis in kleinste Nebenrollen prominent besetzte, mitreißend-modern inszenierte Geschichtsstunde.
(Florian Widegger)
Di 11.8.: In Anwesenheit von H. Sicheritz und dem Filmteam
Ab 1.10. im Kino