Sommer 1949: Nach 16 Jahren im Exil kehrt Thomas Mann gemeinsam mit seiner Tochter Erika zum ersten Mal nach Deutschland zurück. Ihre Reise führt sie durch ein vom Krieg gezeichnetes, politisch gespaltenes Land, von Frankfurt bis Weimar (Goethes Geburts- und Sterbeorte), von der amerikanischen Besatzungszone bis in den sowjetischen Osten. Während der Schriftsteller öffentlich gefeiert wird, brechen innerhalb der Familie alte Schuldgefühle und Verletzungen auf … Wie schon in IDA und COLD WAR erzählt Pawlikowski mit formaler Präzision und emotionaler Zurückhaltung von Menschen, die zwischen Geschichte und privaten Verlusten ihren Platz suchen. Getragen von großartigen Leistungen von Sandra Hüller und Hanns Zischler – einer der meistdiskutierten Filme des diesjährigen Festivals in Cannes.
(Florian Widegger)