Um zu beweisen, dass die Todesstrafe falsch ist und zu viele unschuldige Opfer fordert, heckt ein Schriftsteller mit seinem künftigen Schwiegervater (ein Zeitungsverleger, was den Film mit seinem Vorgänger verknüpft) eine Indizienkette aus, die ihn selbst als Mörder erscheinen lässt. Der Plan funktioniert jedoch nur, bis sein einziger Mitwisser stirbt und er tatsächlich in der Todeszelle landet … Ein letztes Mal verbindet Lang zentrale Themen seiner Filmografie und zeichnet ein düsteres Bild der amerikanischen Gesellschaft, in der Presse und Justiz, eigentlich Garanten von Öffentlichkeit und Recht, zu Apparaten werden, die ihre eigene Wahrheit produzieren. Dass er danach zunehmend frustriert nach Europa zurückkehrt, verleiht dem Schluss dieser Werkphase eine bittere Dimension. (Florian Widegger)