Anfang der 1950er-Jahre: Während Luca auf die Rückkehr ihres Ehemanns wartet, eines Regisseurs, der aufgrund seiner politischen Aktivitäten zu einer langen Haftstrafe verurteilt wurde, behauptet sie ihrer altersschwachen Schwiegermutter gegenüber, er sei in Amerika bei Dreharbeiten … Károly Makk erzählt die Geschichte dieser zwei wartenden Frauen mit subjektiven Montagesequenzen, in denen Erinnerungen, Fantasiebilder und Realität kontrastieren, und läutet so eine neue Ära im ungarischen Kino ein. Dass der Autor Tibor Déry und der Darsteller des Ehemannes, Iván Darvas, nach der Revolution 1956 selbst zu Haftstrafen verurteilt wurden, lässt LIEBE zu einer mutigen Reflexion herrschender Machtverhältnisse hinter dem Eisernen Vorhang werden. (Fruzsi Vajda)
Fr 13.11.: Mit einer Einführung von Fruzsi Vajda