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Festival
West Asian Film Festival Debütfestival 2026

Mit seiner Premiere im METRO Kinokulturhaus etabliert das West Asian Film Festival Vienna eine neue Plattform für zeitgenössisches Kino aus der Region Westasien und angrenzender Kulturräume. Das Festival versteht sich als Ort der filmischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, politischen und ästhetischen Fragestellungen einer Region, deren kulturelle Vielfalt und künstlerische Ausdrucksformen häufig verkürzt dargestellt werden.

Das Programm präsentiert Filme aus Afghanistan, dem Irak, dem Iran, Syrien, Libanon, Gaza und Rojava – darunter auch Produktionen mit kurdischer Perspektive, viele davon in internationaler Koproduktion mit europäischen Partnern. Ergänzt wird das Filmprogramm durch Artist Talks, Vorträge, Workshops sowie eine Welcome Reception, die Räume für Austausch zwischen Filmschaffenden und Publikum bieten.

Im Spannungsfeld von Unterdrückung, Gewalt, Widerstand und Befreiung machen Regisseur:innen und Autor:innen die transformative Kraft ihres künstlerischen Handelns erfahrbar. Zwischen dokumentarischer Reflexion sowie experimentellen und poetischen Erzählformen eröffnen die ausgewählten Arbeiten vielschichtige Handlungsräume, entwerfen unterschiedliche soziale Zukunftsentwürfe und schaffen Orte der kritischen Auseinandersetzung und Diskussion.

Das vollständige Festivalprogramm ist unter waffvienna.com abrufbar

Mi, 25. März - So, 29. März
Mi, 25.3., 19:00
West Asian Film Festival
Cutting Through Rocks
CUTTING THROUGH ROCKS, inszeniert von Mohammadreza Eyni und Sara Khaki, ist ein für den Oscar nominierter Dokumentarfilm, der das Leben und die sozialen Kämpfe von Sara Shahverdi in ihrem ländlichen iranischen Heimatdorf begleitet. Als erste Frau überhaupt, die in den Gemeinderat gewählt wurde, verkörpert Shahverdi Mut und Entschlossenheit in ihrem Engagement für sozialen Wandel. Sie fährt Motorrad durch ihre Gemeinde – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn eine Grenzüberschreitung – und setzt
Do, 26.3., 18:00
West Asian Film Festival
Gaza to Oscar / The Virgin and Child
GAZA TO OSCAR, inszeniert von Alaa Damo, ist ein dokumentarischer Essay über das Kino als Überlebensstrategie und als Medium geopolitischer Sichtbarkeit. Der Film operiert auf zwei Ebenen: als intimes Porträt eines Filmemachers im Spannungsfeld globaler Aufmerksamkeit und zugleich als strukturelle Reflexion über Festivalzirkulationen, Preisökonomien und das symbolische Kapital internationaler Anerkennung. Damo verwebt beobachtende Aufnahmen mit selbstreflexiven Kommentaren zu Produktionsbedingun
Do, 26.3., 20:30
West Asian Film Festival
All the Mountains Give
ALL THE MOUNTAINS GIVE, inszeniert von Arash Rakhsha, ist ein immersives und visuell eindringliches Spielfilmdebüt, das ein intimes Porträt prekärer Lebensrealitäten kurdischer Gemeinschaften am Rand gesellschaftlicher Sichtbarkeit zeichnet. Über einen Zeitraum von sechs Jahren gedreht, begleitet der Dokumentarfilm die beiden Freunde Hamid und Yasser, die als Schmuggler unverzollte Waren über die gefährliche Grenze zwischen Iran und Irak transportieren. Täglich riskieren sie ihr Leben, um unter
Fr, 27.3., 18:30
West Asian Film Festival
Tehran - Unfinished History
TEHRAN - UNFINISHED HISTORY, inszeniert von Saaed Nouri, ist ein essayistischer Dokumentarfilm, der ausschließlich aus Found-Footage-Material besteht und ein verlorenes Jahrhundert urbaner und filmischer Transformation Teherans rekonstruiert. Auf der Grundlage selten gezeigter Bestände aus den nationalen Filmarchiven des Iran montiert der Film mehr als 150 Archivclips zu einem vielschichtigen Panorama einer Stadt radikaler Gegensätze: kosmopolitische Moderne neben tiefgreifenden sozialen Spaltun
Fr, 27.3., 20:45
West Asian Film Festival
Divine Comedy
DIVINE COMEDY, inszeniert von Ali Asgari, ist ein kontemplatives und visuell immersives Drama, das die Grenzbereiche zwischen Moral, Begehren und menschlicher Vulnerabilität in der zeitgenössischen iranischen Gesellschaft auslotet. Der Film verknüpft mehrere Erzählstränge von Figuren, die mit persönlichen, wie gesellschaftlichen Dilemmata konfrontiert sind – private Entscheidungen entfalten dabei öffentliche Konsequenzen. Mit präziser Kameraarbeit und einer zurückhaltenden, beobachtenden Inszen
Sa, 28.3., 18:00
West Asian Film Festival
Little Syria
LITTLE SYRIA, inszeniert von Reem Karssli und Madalina Rosca, ist ein intimer und zutiefst menschlicher Dokumentarfilm über die langen, unabgeschlossenen Wege syrischer Geflüchteter im Spannungsfeld von Vertreibung, Verlust und der Suche nach Zugehörigkeit. Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg in Syrien, Deutschland und mehreren europäischen Ländern gedreht, begleitet der Film Reem, ihren Bruder Mohammed und Yasser – drei Menschen zwischen einer Heimat, die sie zum Überleben verlassen mussten, u
Sa, 28.3., 20:30
West Asian Film Festival
We Never Left
WE NEVER LEFT, inszeniert von Loulwa Khoury, ist ein eindringlicher Dokumentarfilm vor dem Hintergrund der libanesischen Revolution, die am 17. Oktober 2019 ausbrach. Der Film begleitet drei junge libanesische Expatriates in New York, die sich trotz ihres Lebens im Ausland eng mit den Aufständen und sozialen Kämpfen in ihrer Heimat verbunden fühlen. Anhand ihrer individuellen und kollektiven Wege zeigt der Film die komplexe emotionale und politische Doppelbindung zwischen Beirut und der Diaspor
So, 29.3., 18:00
West Asian Film Festival
Despite All This
Inmitten der Zerstörung im Norden Syriens wächst eine bemerkenswerte Form der Hoffnung. Rojava – offiziell die Autonome Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien – gilt als einzigartiges politisches Experiment in Fragen der Geschlechterpolitik. Progressive Maßnahmen fördern die Beteiligung von Frauen an Regierung, Bildung und Verteidigung – ein außergewöhnlicher Bruch mit traditionell patriarchalen Normen der Region. Zugleich ist diese autonome Region permanent militärischen Offensiven, politisch
So, 29.3., 20:30
West Asian Film Festival
Shot the Voice of Freedom
SHOT THE VOICE OF FREEDOM, inszeniert von Zainab Entezar, ist ein kraftvoller und dringlicher Dokumentarfilm aus Afghanistan, der das Publikum mitten in den Widerstand afghanischer Frauen unter der Herrschaft der Taliban führt. Seit der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 werden grundlegende Rechte – Bildung, Arbeit, Bewegungsfreiheit und Selbstbestimmung – systematisch eingeschränkt; dennoch formieren sich aus dieser Repression heraus neue Stimmen des Protests. Der Film begleitet zwei Schw