»You will be in Europa …« tönt eine Stimme aus dem Off, während der Film seinen Protagonisten (und uns) in einen kafkaesken Albtraum einsaugt. Ein junger Amerikaner aus Deutschland kehrt in seine Heimat zurück und erhält eine Stelle als Schlafwagenschaffner beim Bahnunternehmen Zentropa. Auf seiner Reise durch die Ruinenlandschaften gerät er an eine geheimnisvolle Frau, an NS-Terroristen und Alliierte – kurz: er wird zum Spielball wechselnder Mächte. Stilistisch schließt EUROPA an den ersten Teil der Trilogie an, während von Trier spröde Gestaltung mit politischer Unruhe verknüpft: »ein Meisterwerk in jeder Hinsicht: experimentell und doch klassisch schön gefilmt, zusammengeklaut aus allen Ecken der Filmgeschichte und doch jederzeit originell bis futuristisch.« (Philipp Bühler)
(Florian Widegger)