Mit surrealen Bildern des Verfalls und den sehnsuchtsvollen Klängen von Tristan und Isolde beginnt ein Totentanz. Eine Ouvertüre, die uns Zuschauer auf das, was am Ende auf alle wartet, einstimmt: Der Zusammenstoß zwischen der Erde und einem fremden Planeten steht unmittelbar bevor. Zwei Schwestern, die depressive Justine und die gefestigte Claire, bilden das Herz des Films. Die erste Hälfte handelt von Justines Hochzeitsfeier, auf der langsam, aber sicher alles aus dem Ruder läuft, die zweite, in der das Unausweichliche Gewissheit wird, kehrt die psychologische Dynamik zwischen den beiden Frauen um. Eine fragile Seelenstudie im Gewand apokalyptischer Endzeit-Visionen, in der persönliche Verzweiflung und kosmische Endlichkeit einander in dunkler Schönheit die Hand reichen.
(Florian Widegger)
So 26.4.: Filmfrühstück ab 11:00
(Reservierung unter gastro@filmarchiv.at)