Die Geschichte eines Kleinganoven (Belmondo als Inbegriff von Coolness), der sich auf der Flucht vor der Polizei in eine amerikanische Studentin in Paris verliebt und mit ihr – nicht nur, aber auch – über Kino und Literatur philosophiert, markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Kinos, den Beginn einer neuen Zeitrechnung. Indem er die sterile Studioatmosphäre hinter sich lässt und sich hinaus auf die pulsierenden Pariser Boulevards begibt, findet Godard eine neue Form von Wahrheit. Vieles von dem, was wir heute als selbstverständlich erachten, wurde hier erstmals erprobt: Jump Cuts, Improvisation, offener Umgang mit Zeit und Raum. Ein Film, der die Konventionen sprengt und ein Spiel mit der Frage darstellt, wie sehr das Kino unser Leben prägt.
(Florian Widegger)