Der kollektive Suizid einer Ibo-Familie als Widerstand gegen die Sklaverei und die Verbannung Schwarzer Menschen an den Ort Terrordome stehen zu Beginn des Films nebeneinander. Schnell etabliert sich eine dystopische Zeitkapsel, in der Hip-Hop und die fortwirkende Realität des Kolonialismus untrennbar verbunden sind. Auf der Anklagebank? Das stets vergessende Wesen der post-kolonialen Welt, die prekären Produktionsbedingungen des Films und die allgegenwärtige Polizeibrutalität. WELCOME II THE TERRORDOME realisiert sich da, wo das nihilistische Eingeständnis einer Geschichte der Gewalt erfolgt, die ihren Abschluss nie finden wird. Ein Bild politischer Nachwirkungen Großbritanniens unter Thatcher über den Zugang einer fabulierten Zukunft, die der Realität ungeheuer nah auf den Fersen ist.
(Lien May Lucas)