➜ edit sc_034lQXkkux4GM2uDZEgvMS
Abschied von gestern

»Der rote Faden drängt die Einzelheit sehr weg. Nirgendwo ist eine Wirklichkeit zu erahnen.« Ein Grundsatz aus Kluges Werk, der in seinem Spielfilmdebüt den Ton des deutschen Autorenkinos setzt. Episodenhaftes und assoziatives Erzählen, vom eiszeitlichen Mammut, das die Gegenwart mit Frost versorgt, von Momentaufnahmen der Anita G., die im Bett die Nationalhymne summt oder Volkssouveränität im Intellektuellenkreis studieren will. Sie eckt an und landet mehrere Male vor Gericht. Dabei ist Anita nicht schuldig, sondern verkörpert die Verdrängung des Vergangenen. Wo Textfragmente mit semidokumentarischen Szenen und Spielfilmelementen kollidieren, blitzt die Gesellschaft als Dauerkrise auf, und die filmische Form wird zum Ausdruck von Anitas Orientierungslosigkeit und Entfremdung im Alltag. (Lien May Lucas)

Regie: Alexander Kluge
Land: BRD
Jahr: 1966
Regie: Alexander Kluge
Buch: Alexander Kluge, nach dem Kapitel »Anita G.« aus seinem Buch Lebensläufe
Kamera: Edgar Reitz, Thomas Mauch
Mit: Alexandra Kluge, Hans Korte, Werner Kreindl, Günter Mack, Eva Maria Meineke, Alfred Edel
Format: DCP, s/w
Fassung: Deutsche Originalfassung
Länge: 88 min
Mi, 11. Nov. 17:00
Metro Kinokulturhaus
Historischer Saal
Tickets
Mi, 18. Nov. 19:30
Metro Kinokulturhaus
Eric Pleskow Saal
Tickets
So, 22. Nov. 19:00
Metro Kinokulturhaus
Kinosalon
Tickets
Mi, 25. Nov. 21:00
Metro Kinokulturhaus
Kinosalon
Tickets
Mo, 30. Nov. 21:00
Metro Kinokulturhaus
Kinosalon
Tickets