Profikiller Jeff will sein Geschäft eigentlich an den Nagel hängen, da geht sein letzter Auftrag schief und eine unschuldige Sängerin erleidet seinetwegen eine schwere Augenverletzung. Um ihre OP zu finanzieren, muss Jeff also erneut ran, doch Polizist Li ist ihm dicht auf den Fersen. Beide Männer verbindet mehr, als sie trennt … »Ich beneide jeden, der diesen Film zum ersten Mal sieht«, schreibt Hans Schifferle über John Woos blutige Action-Oper. Dem schließt sich der Verfasser dieser Zeilen uneingeschränkt an – der melancholische Tanz durch den Kugelhagel über Freundschaft, Vertrauen und Schuld badet in Exzess und Kitsch, ohne dabei eine Sekunde seine Ernsthaftigkeit zu verraten: Kino für die Sinne, gerahmt von weißen Tauben und weinenden Ikonenstatuen in einer verlassenen Kirche. (Florian Widegger)