Fr, 10.4., 18:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Shake Your Cares Away
SHAKE YOUR CARES AWAY navigiert zwischen den Villen der Superreichen und einer Suppenküche in Tel Aviv, zwischen sozialer Ungerechtigkeit und Gemeinschaft. Shoval lotet die Handlungsspielräume kapitalistischer Gesellschaften aus – auch in dem Land, wo vermeintlich Milch und Honig fließen.
Im Anschluss Gespräch mit Tom Shoval
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Fr, 10.4., 20:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Youth
Die Zwillingsbrüder Yaki und Shaul haben eine beinahe telepathische Verbindung. Ihre Familie steht vor schweren finanziellen Problemen. In ihrer Verzweiflung beschließen die Brüder, eine junge Frau zu entführen.
Die Protagonisten werden von den Cunio-Zwillingen gespielt, denen Tom Shovals Filmbrief A LETTER TO DAVID (11.04. 20:00 Votiv Kino / 16.04. Metro Kinokulturhaus) gewidmet ist und der sich auf Youth bezieht. David Cunio wurde nach zwei Jahren Gefangenschaft mit den letzten israelischen G
Sa, 11.4., 18:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Lost in Territories
Vor dem Hintergrund der Spannungen im Westjordanland bietet LOST IN TERRITORIES einen düster-komischen und zutiefst menschlichen Einblick in das Leben jenseits der Schlagzeilen. In fünf miteinander verwobenen Geschichten zieht der Film unerwarteten Humor aus dem Unmöglichen. Er zeigt, wie sich einfache Begegnungen zwischen Nachbarn in surreale Herausforderungen des Überlebens und des Verständnisses verwandeln. Jüdische und arabische Nachbarschaften, die durch Angst, Zäune und die Geschichte des
Sa, 11.4., 20:15
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Mariana's Room
1943 im westukrainischen Tschernowitz: Um ihn vor der Deportation zu retten, vertraut Yulia, eine Jüdin, ihren elfjährigen Sohn Hugo ihrer Kindheitsfreundin Mariana an, die als Prostituierte in einem Bordell arbeitet. Dort gehen deutsche Soldaten täglich ein und aus. Eingesperrt in dem kleinen Schrank von Marianas Schlafzimmer besteht Hugos Dasein aus Geräuschen und Szenen, die er durch die Wände hört. Durch kontrastreiche Lichteffekte übersetzt die Kamera Hugos Fantasien in eindrucksvolle Bild
So, 12.4., 18:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Panel 1: Peace in Captivity
Nach den Gräueltaten vom 7. Oktober 2023 stellte die israelische Opposition eine klare Forderung: Bringt sie nach Hause! Zwei Jahre später sind alle überlebenden Geiseln frei, doch junge israelische Soldaten sind im Einsatz in Gaza und im Westjordanland nach wie vor in Gefahr. Angesichts des andauernden Kriegszustands wollen wir der Frage nachgehen, ob der Frieden von den politisch Verantwortlichen als Geisel gehalten wird.
Podiumsteilnehmer:innen
Yehuda & Chaya Beinin, Parents of Liat Bein
So, 12.4., 20:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Keeping the Faith
Zwei beste Freunde aus Kindertagen werden erwachsen – der eine als Rabbi, der andere als katholischer Priester. Harmonie scheint vorprogrammiert, bis ihre gemeinsame Jugendliebe unerwartet wieder auftaucht und Glaubensfragen ebenso wie Gefühle ins Wanken geraten. Nortons Regiedebüt verbindet romantische Komödie mit Selbstironie und warmherziger Großstadtenergie. Zwischen Synagoge, Kirche und New Yorker Datingchaos stellt der Film charmant die Frage, wie viel Tradition ein modernes Leben verträgt
Mo, 13.4., 18:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
nicht verstummt
Erstmals kommen gehörlose Zeitzeug:innen des Nationalsozialismus selbst zu Wort. Der Film erzählt ihre Geschichten in Gebärdensprache und eröffnet damit eine Perspektive auf die NS-Verfolgung, die lange unsichtbar blieb. Zwischen Österreich und den USA entfalten sich persönliche Erinnerungen an Ausgrenzung und Gewalt – aber auch an Zusammenhalt innerhalb der Gehörlosengemeinschaft. Taube ZeitzeugInnen berichten von Diskriminierung im Alltag, von ihrem Ausschluss aus der Gesellschaft sowie von de
Mo, 13.4., 20:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Holding Liat
Liat Beinin Atzili wurde am 7. Oktober 2023 von der Hamas entführt. Die Familie der überzeugten Friedensaktivistin setzt sich unerbittlich für ihre Freilassung ein und sieht sich dabei mit ihren eigenen, konfliktreichen Perspektiven auf die Katastrophe in Israel und Palästina konfrontiert. Besonders ihr Vater Yehuda Beinin, ein überzeugter linker Kibbuznik und Netanjahu-Gegner, stößt dabei immer wieder an seine Grenzen.
75. Internationale Filmfestspiele Berlin 2025: Dokumentarfilmpreis
Im Ansc
Di, 14.4., 18:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Panel 2: Trouble in the Diaspora
Während in Israel viele Menschen für ein Ende des Krieges demonstrieren, ist die jüdische Bevölkerung in Österreich vor allem bei Bring Them Home-Demos sichtbar. Wie verteilen sich Meinungen innerhalb der Diaspora und wie wird bestimmten Fragen hierzulande anders begegnet als andernorts?
Podiumsteilnehmer:innen
Adam Goldman, Opera & Film Critic, NY Times
Sheri Avraham, Artist
ruth_lol, Meme Artist
Alon Ishay, Vice President EUJS, Former President JöH
Di, 14.4., 20:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
The Bibi Files
Durch eine fesselnde Mischung aus enthüllenden Interviews und durchgesickerten Verhörvideos schafft Bloom eine Charakterstudie, die ebenso faszinierend wie beunruhigend ist. Benjamin Netanjahu erscheint nicht nur als Politiker, der um sein Überleben kämpft, sondern auch als Symbol dafür, wie das Ego einen Regierungschef zu einer Bedrohung für die Stabilität einer Nation machen kann. Der Film entlarvt ihn als einen, der die Flagge Israels nicht als Symbol der Einheit, sondern als Schutzschild für
Mi, 15.4., 18:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Leben und Überleben
Der Dokumentarfilm porträtiert Erich Finsches, Shoah-Überlebender und ein waschechtes Wiener Original. Der Film zeigt ihn als positive, humorvolle, aber auch streitbare und einzigartige Persönlichkeit in seiner ganzen Menschlichkeit. Mit 97 Jahren setzt sich Erich weiterhin unermüdlich für die Erinnerung ein, besucht Gedenkfeiern und Schulen, um seine Botschaft zu verbreiten: „Nie wieder“. Anstelle einer klassischen „Augenzeugenberichterstattung“ dokumentiert der Film nicht nur Erichs Leben, sei
Mi, 15.4., 20:30
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Disposable Humanity
Der Film thematisiert die sogenannte »Aktion T4«, die systematische Ermordung von psychisch kranken Menschen und Menschen mit Behinderungen durch das nationalsozialistische Regime – ein Verbrechen, das noch vor dem Holocaust begann und lange aus der öffentlichen Erinnerung verdrängt blieb. Zwischen historischen Orten, Archivmaterial und heutigen Stimmen fragt der Film, wie Erinnerung entsteht und wen sie einschließt. Warum dauerte es so lange, bis den Opfern ein sichtbarer Platz im kollektiven G
Do, 16.4., 18:30
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
A Letter to David
Regisseur Tom Shoval verfasst einen cineastischen Brief an den Hauptdarsteller seines Films YOUTH (10.04. um 20:00 im Metro Kinokulturhaus), David Cunio, der am 7. Oktober 2023 von der Hamas in den Gazastreifen verschleppt wurde. Ein zutiefst berührender Film, der den israelischen Geiseln und ihren Geschichten Gehör verschafft.
Im Anschluss Gespräch mit Tom Shoval
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Do, 16.4., 20:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
A Serious Man
1967: In einem Vorort von Minnesota versucht der Physikprofessor Larry Gopnik ein anständiges, vernünftiges Leben zu führen – doch das Universum scheint andere Pläne zu haben. Während seine Ehe zerbricht, häufen sich die Katastrophen mit beinahe biblischer Konsequenz. Die Coen Brothers entfalten aus Larrys persönlichem Chaos eine herrlich trockene Tragikomödie voller Humor, existenzieller Fragen und göttlicher Ratlosigkeit. Rabbiner geben gut gemeinte, aber erstaunlich nutzlose Ratschläge, moral
Fr, 17.4., 18:30
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Israel: Ministers of Chaos
Die israelische Demokratie steckt in der Krise. Eine Allianz aus Anhängern von Rabbi Kook und den Erben des Rassisten Meir Kahane trägt diese Entwicklung. Zwei zentrale Figuren sind Itamar Ben Gvir, Minister für Nationale Sicherheit, und Finanzminister Bezalel Smotrich, zuständig für den Siedlungsausbau. Die Dokumentation porträtiert die extremistischen Politiker in der Regierung Benjamin Netanjahus und beleuchtet den Widerstand der Israelis, die um ihre Demokratie fürchten. Der Film wurde im S
Fr, 17.4., 20:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Panel 3: Konflikt, Trauma, Emotion
Israelis und Palästinenser leben in einer brutalen Nachbarschaft. Gleichzeitig verschärft sich die Situation in Europa. Das Sicherheitsgefühl schwindet, Emotionen überschatten die Vernunft. Die Spirale von Konflikt, Trauma und Emotionen hat die Polarisierung nicht nur in Israel und Palästina verschärft. Auch in Europa hat nach dem 7. Oktober 2023 die Debatte um Israel und Antisemitismus zu verhärteten Fronten geführt. Wir diskutieren die Frage, wie man wieder einen zukunftsorientierten Dialog fü
Sa, 18.4., 17:30
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The Ring
Adir Miller (THE MATCHMAKER, IL 2010) hat mit THE RING ein sehr persönliches, emotional bewegendes und vielschichtiges Drama geschaffen, das von den Shoah-Biografien seiner eigenen Familie inspiriert ist. Es überspannt drei Generationen und beginnt 1944 in Budapest: Seine Mutter überlebte dank eines Ringes – eine Begebenheit, die sie ihrem Sohn und der Enkelin weitererzählte. Nun, da sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert, reisen Sohn und Enkelin nach Budapest, um den Ring zu finden. Unterwe
Sa, 18.4., 20:30
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
The Sea
Khaled ist zwölf, lebt in der Westbank und war noch nie am Meer. Er freut sich auf die erste Klassenfahrt dorthin – bis er am Checkpoint als Einziger zurückgeschickt wird. Entschlossen, sich damit nicht abzufinden, macht er sich trotz aller Gefahren allein auf den Weg.
Der Film löste aufgrund der vielen Auszeichnungen bei den israelischen Academy Awards eine Kontroverse aus, der Likud-Kulturminister Miki Zohar drohte, den Preis 2026 nicht mehr zu fördern.
Jerusalem Film Festival 2025: Best Fea
So, 19.4., 18:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Wir sind noch da - Juden in Salzburg
Juden und Jüdinnen leben seit dem 14. Jahrhundert in der Stadt Salzburg – aktuell zählt die Jüdische Kultusgemeinde aber weniger als 100 Mitglieder. Langsam geraten so die jüdischen Traditionen und der jüdische Aspekt Salzburgs in den Hintergrund. Der Film bietet einen Einblick in die religiösen und säkularen Aktivitäten der Gemeinde und geht der Frage nach, welche Rolle die jüdische Identität heute spielt.
Die Premiere des Films in Salzburg wurde von den Kinobetreibern auf unbestimmte Zeit ver
So, 19.4., 20:00
Jüdisches Filmfestival Wien 2026
Oxygen
Netalie Brauns Anti-Kriegs-Drama erzählt die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Chani, die nach seinem Armeedienst mit ihrem Sohn Ido eine Reise unternehmen will. Als sich ein Krieg im Libanon anbahnt, beginnt ihr furchtloser Kampf gegen das System, denn sie will ihren Sohn um jeden Preis vor dem Kriegseinsatz bewahren.
Im Anschluss Gespräch mit Netalie Braun
Jüdisches Filmfestival Wien 2026